Wir in Keltern sind eine bürgerliche Liste die für die Interessen aller Bevölkerungsschichten der Gemeinde Keltern offen ist. Wir sind von parteipolitischen Zielen vollkommen unabhängig.
Wir in Keltern sind aus politisch aktiven Einzelpersonen entstanden, die zu der Überzeugung gelangt sind, daß es für die nachhaltige Umsetzung von sozialen und ökologischen Verbesserungen in Keltern wichtig ist, im Gemeinderat vertreten zu sein.
Wir in Keltern haben dafür Basisdemokratie, Ökologie und soziales Engagement als zentrale Schwerpunkte gewählt.
Basisdemokratie bedeutet, wir wollen die Eigeninitiative der Bürger wecken und fördern, um mehr Beteiligung an den politischen Entscheidungen zu ermöglichen. Hierzu möchten wir u.a. Bürgerentscheide, Planungszellen, Bürgerversammlungen, von Bürgern beschlossene Haushaltspläne usw. als direkte Mittel zur demokratischen Willensbildung verwenden.
Nach der Wahl wollen wir die direkten Anliegen der Bürger in den Mittelpunkt unseres Wirkens stellen, damit nicht wie so oft unbeirrt Entscheidungen getroffen werden, obwohl zahlreiche Bürger dagegen protestieren, z.B. die Situation um die aktuell erschlossenen Baugebiete in Keltern.
Wir kritisieren das undemokratische Prinzip des Fraktionszwanges. Darüber hinaus ist uns unverständlich, wie es mit demokratischen Grundsätzen vereinbar ist, Entscheidungen die uns alle angehen, ständig nur hinter verschlossenen Türen zu fällen. Deswegen wollen wir dafür einstehen Gemeinderatssitzungen in Zukunft nur noch öffentlich abzuhalten.
Wir wollen Entscheidungen, die auf nachprüfbaren, bedarfsorientierten Fakten basieren. Dazu ist es zwingend notwendig fundierte Analysen, z.B. über die Sozialstation, oder die Zukunft unserer Schulen oder die Energieversorgung zu erstellen und die Ergebnisse, Bürgern, Medien und Gemeinderäten frühzeitig und ausreichend vorzustellen.
Tatsächliche und ernst genommene demokratische Mitbestimmung und Kontrolle erfordert die Offenlegung wichtiger Verträge. Das „Prinzip der Geheimhaltung“ muss dem „Prinzip der Öffentlichkeit“ weichen.
Wo sonst sollen diese Ideale verwirklicht werden, wenn nicht hier in Keltern, wo die Wege zwischen Einwohnern und Entscheidungsträgern so kurz sind?
Ökologie bedeutet für uns vor allem generationsübergreifend nachhaltig zu denken.
In den letzten Jahren wurde immer deutlicher wie stark die lebensnotwendige Grundversorgung der Bevölkerung mit Energie, Lebensmitteln, Wasser, Entsorgung, Gesundheitswesen und Bildung unter den Einfluß von unkontrollierbaren Monopolisten und nicht greifbaren Spekulanten geraten ist. Wir stellen die Frage in den Raum: "Wie wollen Wir in Keltern zukünftig leben?"
Keltern hat das Glück im Bereich der Wasserwirtschaft praktisch autark zu sein, einen ähnlichen Status halten wir auch auf anderen Sektoren für möglich und erstrebenswert. So könnte ein ganzheitliches Energiekonzept erstellt werden, dessen Ziel es ist, durch den Einsatz alternativer Energien vor Ort, uns in Keltern vor Preisschwankungen auf dem globalen Energiemarkt zu schützen. Somit verbliebe mehr Kaufkraft bei jedem einzelnen von uns.
Auch bei der Neuerschließung von Bau- und Gewerbegebieten stellen wir die Frage in den Mittelpunkt ob diese nach langfristigen Gesichtspunkten ökologisch und ökonomisch funktionieren können. Kurzfristige Einnahmen ordnen wir den langfristigen Folgen der Bodenversiegelung für Wasserhaushalt, die Lebensräume und die Landwirtschaft unter. Die Landwirtschaft ist elementar mit den Bestrebungen zur weitreichenden Selbstversorgung verbunden, deswegen wollen wir sie in die Umsetzung unserer Konzepte einbeziehen. Hierbei liegen uns naturnahe Bewirtschaftungsformen besonders am Herzen.
Soziales Engagement halten wir für ein unabdingbares Kernelement einer liebenswerten Gesellschaft. Dieses Ideal muß von allen Instanzen der Kommune umgesetzt und gelebt werden.
Die Ämter sollen in erster Linie ihrer Informations- und Fürsorgepflicht für die Bürger nachkommen. Deswegen setzen wir uns massiv für den Erhalt und Ausbau kommunaler Leistungen ein. Die Schwächung kommunaler Wertschöpfung und Selbstbestimmung, als unvermeidliche Folge von Privatisierungen sind weder im Interesse der Bürger noch in dem unserer mittelständischen Wirtschaft.
Die hervorragende Unterstützung von Vereinen, Initiativen und Ehrenämtern durch die Gemeinde, zeigt sich in der farbenprächtigen Vielfalt kultureller und sozialer Angebote. Diese Strukturen wollen wir unbedingt erhalten.Hierbei sehen wir vor allem die Arbeit mit Jugendlichen als wichtiges Schlüsselelement für eine zukunftsorientierte Gesellschaft an. Wir betrachten selbstverwaltete Projekte als sinnvolles Mittel um die Organisation und Teilnahme der Jugendlichen am sozialen Leben anzuregen. Deswegen wollen wir ihnen ein Sprachrohr in Gestalt eines Jugendparlamentes einräumen. Durch dieses Gremium sollen Jugendliche die Chance erhalten ihre Verbesserungsvorschläge und Wünsche der Öffentlichkeit vorzutragen. Außerdem dient es der Gemeinde als Instrument der Aufsicht, des Austauschs und der Prävention.
Wir wollen regionale Kreisläufe stärken, z.B. indem wir den Einsatz von Regionalwährungen fördern und die Bildung von genossenschaftsähnlichen Strukturen unterstützend begleiten. Infolge dessen kann hierbei vor allem die Landwirtschaft durch verbesserte Vermarktungsmöglichkeiten profitieren. Die Unabhängigkeit der Betriebe von Agrarsubventionen soll dadurch gesteigert werden.
Wir wollen eine sachliche, öffentliche Diskussion anregen wie die Einkommensseite unserer Gemeinde langfristig verbessert werden kann. Nur tiefgreifende strukturelle Veränderungen können dauerhafte positive Effekte auf unsere lokale Konjunktur auslösen, z.B. könnte die allgemeine Vergabepraxis von kommunalen Aufträgen zu Gunsten ortsansässiger Unternehmen umgestaltet werden, um Fremdbestimmung und Spekulation mit unserem Geld zu bekämpfen.
Mehr soziales Engagement, mehr Demokratie und eine nachahltigere Ökologie kann nur durch den aktiven Willen der Mehrheit herbeigeführt werden.